Deportation aus Leipzig (über Chemnitz - Dresden - Sudetenland) in das KL Auschwitz, 13.07.1942
Signatur
7542003Anzahl Dokumente
28
Form und Inhalt
Enthält:
Sog. Transportliste zu Jüdinnen und Juden, die am 13.07.1942 aus Leipzig über Chemnitz, Dresden und das sog. Sudetenland in das KL Auschwitz deportiert wurden. Die Liste bezieht sich ausschließlich auf die Betroffenen aus Leipzig und findet sich in zweifacher Ausfertigung. Diese variieren in der Anzahl der Deportierten und enthalten unterschiedliche handschriftliche Anmerkungen und Streichungen. Die zweite Liste umfasst eine sog. Nachtragsliste.
Unter den Betroffenen fanden sich auch jüdische Insass/-innen der sog. Heil- und Pflegeanstalt Dösen, in der Versuche an Kindern durchgeführt wurden. (Im gleichen Gebäude befand sich seit Ende 1939 das Jüdische Krankenhaus.) Die Deportation stand im Kontext der reichsweiten Säuberung „deutscher Heil- und Pflegeanstalten“, bei der sämtliche jüdische Insass/-innen im Juli 1942 in das KL Auschwitz deportiert wurden. Auch Kinder aus dem Jüdischen Kinderheim in der Leipziger Jacobstraße 7 wurden mit diesem Transport in das KL Auschwitz deportiert.
Vor der Deportation wurden alle Betroffenen aus Leipzig zwischen dem 11. und 13. Juli 1942 in einer Schule in der Yorckstraße untergebracht.
Der Datenbank der Gedenkstätte Yad Vashem zufolge wurde der Deportationszug aus Leipzig an andere Transporte gekoppelt, die zwischen dem 10. und 11. Juli 1942 verschiedene deutsche Städten (u.a. Bielefeld, Braunschweig, Köslin, Schwerin, Berlin, Magdeburg, Hamburg) verlassen hatten. Zwischen dem 14. und 16. Juli 1942 trafen alle Teiltransporte als ein großer Sammeltransport mit insgesamt ungefähr 1.000 Deportierten im KL Auschwitz ein.
Die Liste zu den Betroffenen aus Chemnitz findet sich unter der Signatur 754200107.
Die Liste zu den Betroffenen zu Magdeburg findet sich ebenfalls in diesem Teilbestand (Sign. 754200106).


