Verzeichnis der am 20.10.1939 und 27.10.1939 von Wien nach Nisko deportierten jüdischen Personen
Form und Inhalt
Enthält:
Verzeichnis der am 20.10.1939 und 27.10.1939 von Wien nach Nisko deportierten jüdischen Personen.
Nach der „Eingliederung“ des Bundesstaates Österreichs in das Deutsche Reich planten verschiedene NS-Stellen die Ansiedelung einer großen Zahl von Juden und Jüdinnen in sogenannten jüdischen Reservaten in der Region um Lublin. Die Deportationen entsprachen den Forderungen örtlicher Gauleiter, die sich im Fortgang die jüdischen Häuser und Besitztümer aneignen wollten. Jedoch wurden die Deportationen in die Gegend von Nisko entgegen der ursprünglichen Planung bald aus verschiedenen Gründen eingestellt (zu nennen sind hier u.a. benötigte Transportkapazitäten für die Wehrmacht; Probleme bei der „Umsiedlung“ sog. Volksdeutscher). Auf Befehl des Höheren SS- und Polizeiführers im Generalgouvernement Friedrich Krüger wurden im April 1940 das im rund 80 km südlich von Nisko gelegenen Dorf Zarzecze errichtete Barackenlager abgerissen. Von den im Rahmen der sogenannten „Nisko-Aktion“ aus Wien deportierten Juden und Jüdinnen konnten 198 zunächst nach Österreich zurückkehren. Viele von ihnen wurden in der Folgezeit erneut deportiert. Link: https://deportation.yadvashem.org/index.html?language=de
Abgebende Stelle
Israel. Kultusgemeinde Wien d. Int. Roten Kreuz


