Deportation aus Darmstadt in das Ghetto Piaski, 20.03.1942
Signatur
1835000Anzahl Dokumente
65
Form und Inhalt
Enthält:
I) Listen betreffend Alters- und Berufsgliederung der aus Hessen deportierten Jüdinnen und Juden, März 1942 (es wird sich um die Deportation aus Darmstadt am 20.03.1942 in das Ghetto Piaski bei Lublin handeln).
II) Verzeichnis der Jüdinnen und Juden, die am 20.03.1942 von Darmstadt in das Ghetto Piaski deportiert wurden, 51Bl.
III) Sog. Ersatzliste mit Angaben zu Jüdinnen und Juden, von denen einige am 20.03.1942 nach Piaski und andere am 27.09.1942 nach Theresienstadt deportiert wurden.
Hinweis:
Das genaue Abfahrtsdatum des Deportationszuges in Darmstadt ist nicht eindeutig geklärt. Die heutige Forschung geht von den Tagen um den 20. März 1942 aus. Der Deportationszug fuhr bis zum Bahnhof Trawniki, von wo aus die Betroffenen zu Fuß in das Ghetto Piaski laufen mussten. Als letzte Wohnorte vor der Deportation finden sich neben Darmstadt u.a. Odenwald, Worms, Bingen und Mainz. Mainz galt dabei für viele der Betroffenen aus den umliegenden Städten als Sammelstelle, von wo aus sie gemeinsam nach Darmstadt transportiert wurden. Der Gedenkstätte Yad Vashem zufolge wurden Jüdinnen und Juden aus kleineren Orten in der Nähe Darmstadts, wie Heppenheim (Bergstraße), Dieburg, Bensheim, Höchst i. Odw., Ober-Ramstadt oder Gernsheim, direkt – in der Regel auf Lastwagen – nach Darmstadt gebracht. In Darmstadt diente die Liebigschule (Lagerhausstraße), Nähe dem Güterbahnhof, als Hauptsammelstelle der Deportation für die überwiegende Mehrheit der Jüdinnen und Juden aus der damaligen Provinz Hessen-Nassau.
Abgebende Stelle
Archiv Yad Vashem, Jerusalem


