Form und Inhalt
Enthält:
I) Schnellbrief (3Bl.) des Reichskriminalpolizeiamtes (gez. Heydrich) an die Staatlichen Kriminalpolizei- und Kriminalpolizeileitstellen, betr. „Vorbeugende Verbrechungsbekämpfung durch die Polizei“ im Kontext der Verfolgung von sog. Asozialen und Sinti und Roma, 01.06.1938.
Das Rundschreiben ist in zwei Ausfertigungen enthalten. Die zweite ist in deutlich besserer Qualität.
II) Fernschreiben (3Bl.), u.a. betreffend Korrespondenz von Adolf Eichmann und den Chef der Sicherheitspolizei, betr. bürokratische Planung und Durchführung der Deportationen von als „Zigeunern“ Verfolgten. Erwähnung findet auch die Deportation von über 900 Jüdinnen und Juden aus Wien nach Nisko im Oktober 1939, 18.10.1939. Bei dem Verfasser handelt es sich vermutlich um den SS-Sturmbannführer Rolf Günther, der ab 1941 Stellvertreter Eichmanns war.
III) Schreiben der Staatlichen Kriminalpolizei- und Kriminalpolizeileitstelle München, betr. sog. Vorbeugende Verbrechensbekämpfung durch die Polizei, 27.11.1939.
IV) Anordnung des Kreishauptmanns von Minsk Mazowiecki betr. „Aufenthaltsverbot für Zigeuner“, 09.12.1940.
V) „Auswertung der rassenbiologischen Gutachten über zigeunerische Personen“, 07.08.1941 (Abschrift, 3Bl.).
VI) Korrespondenz und Verzeichnis betreffend Registrierung von als „Zigeuner“ verfolgten Personen in Libau/ Liepajas , 03.12.-05.12.1941.
VII) Korrespondenz u.a. des SS- und Polizeiführers Lettland, des Reichskommissars für das Ostland und dem Generalkommissar in Riga, betreffend Verfolgungsmaßnahmen von als „Zigeunern“ verfolgten Personen, 11.03.1942-04.09.1942.
VIII) Rundschreiben des RSHA an alle Kriminalpolizeileitstellen, u.a., betreffend Verfolgung von „Zigeunern“ und die für ihre Registrierung und Meldung ernannten Sprecher (Sinti) mit Namen, 13.10.1942.
IX) Vordruck der „Reichszentrale für Bekämpfung des Zigeunerunwesens“, Berlin, 13.10.1942.
X) Rundschreiben des RSHA, betreffend die Einweisung von als „Zigeunern“ verfolgten Personen in ein KL, Berlin 29.01.1943.
XI) Korrespondenz u.a. des Polizei-Wachbataillon und dem Kommando der Schutzpolizei Wien betreffend die Organisation und Durchführung der Deportationen (inkl. Fragen bezüglich Begleit-/Wachmannschaften) von Sinti und Roma von Wien in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, 30.03.-28.04.1943 (Doc ID 82342454-82342467).
XII) Vermerk des Generalkommissars in Riga betreffend Vorgehensweise bei der Registrierung von Sinti und Roma, 29.03.1944.
XIII) Auszug aus den „Mitteilungen des Hauptamtes für Volkstumsfragen“, Sep. 1944, betreffend sog. Zigeunermischlinge.