III: Deportationen nach Theresienstadt am 21.07.1942 und 25.07.1942 (1941-1942)
Signatur
8232303
Entstehungszeitraum
1941-10-30 - 1942-09-21
Anzahl Dokumente
92
Form und Inhalt
Enthält:
Korrespondenz, Regularien, Aufstellungen, Berichte, Quittungen und Vordrucke (mehrheitlich der Stapoleitstelle Düsseldorf und des RSHA) betreffend die Deportationen von insgesamt 1659 Jüdinnen und Juden aus dem Gestapobereich Düsseldorf nach Theresienstadt am 21.07. und 25.07.1942 und die Konfiszierung ihres Vermögens zugunsten des NS-Staates.
• Schreiben des RSHA an die Stapoleitstelle mit ausführlichen Richtlinien vom 15.05.1942 zur technischen Durchführung der Deportation von Jüdinnen und Juden nach Theresienstadt und des Einzugs ihres Vermögens. Unter den beigefügten Anlagen findet sich auch Korrespondenz der Reichvereinigung der Juden in Deutschland, 30.10.1941-03.07.1942 (Doc ID 82164704-82164722). Abschriften von einigen Anlagen finden sich ebenfalls in Ordner 1 der Akten der Stapoleitstelle (vgl. u.a. Doc ID 82164570).
• Vordruck: Vermögenserklärung, 16 Bl., undatiert (Doc ID 82164723-82164730).
• Vordruck: Verfügung zur Einziehung kommunistischen Vermögens, 1942 (Doc ID 82164731).
• Diverse Fern- und Rundschreiben des RSHA und der Stapoleitstelle, betreffend Ablauf und Regularien der Deportation von Aachen über u.a. Düsseldorf, Kassel und Dresden nach Theresienstadt im Juli 1942 und die Vermögenseinziehung (auch bzgl. der Deportationen nach Auschwitz), mit Zugfahrplänen, 02.07.-10.07.1942 (Doc ID 82164732-82164746).
• Korrespondenz und Vordrucke (zur Weiterleitung im Regierungsbezirk Düsseldorf) der Bezirksstelle Rheinland der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland, betreffend Ablauf der Deportation nach Theresienstadt und die Mitnahme von Nähmaschinen, Werkzeug und Matratzen, 10.07.1942 (Doc ID 82164747-82164751).
• Berichte und Korrespondenz der Stapoleitstelle betreffend Vorbereitung und Durchführung der Deportation von geplant jeweils 1000 Jüdinnen und Juden nach Theresienstadt am 21. und 25. Juli 1942 u.a. in Kooperation mit den Reichsbahndirektionen Wuppertal und Essen, sowie die Einziehung des Vermögens, 14.07.-01.08.1942 (Doc ID 82164752-82164753; 82164757-82164758; 82164762; 82164765).
• Korrespondenz des Bürgermeisters von Bedburdyck mit Amtsärztlicher Bescheinigung des Staatlichen Gesundheitsamtes Grevenbroich an die Stapoleitstelle, betreffend den Gesundheitszustand von Alma Oberländer, 13.06.-14.06.1942 (Doc ID 82164755-82164756).
• Korrespondenz und Quittungen u.a. des Mitteleuropäischen Reisebüros, Zweigstelle Köln und der Stapoleitstelle betreffend die Kosten der Deportationen am 21.07. und 25.07.1942 in den Sonderzügen Da 70 und Da 71, 20.07.-24.07.1942 (Doc ID 82164754; 82164760-82164761; 82164763).
• Bericht der Stapoleitstelle betreffend Personen, die vor den Deportationen nach Theresienstadt am 21. und 25. Juli 1942 Suizid begingen, verstarben oder flüchteten. Darin wird auch auf ein Schreiben der Firma Friedrich Rühl in Wickrath Bezug genommen, demzufolge ein Kochherd eines deportierten Juden zur Verpflegung von sowjetischen Zwangsarbeiterinnen verwendet werden sollte, 04.08.1942 (Doc ID 82164767-82164769).
• Aufstellung, unterschrieben von Hermann Waldbillig, Mitarbeiter des Düsseldorfer „Judenreferats“, betreffend Konfiskation jüdischen Vermögens zugunsten des Deutschen Reiches, 17.08.1942 (Doc ID 82164770). In der Einheit findet sich weitere Dokumentation zum eingezogenen Vermögen – darunter Schreiben von einzelnen Gestapo-Außendienststellen, handschriftliche Aufstellungen, eine Quittung der Commerzbank bezüglich der Überweisung auf das sog. Sonderkonto „W“ (Doc ID 82164775) und ein diesbezügliches Schreiben der Reichsvereinigung der Juden (20.08.1942) mit Gesamtübersicht zu Beträgen, die nach dem 31.07.1942 auf dieses Konto eingingen (Doc ID 82164785-82164789).
• Schreiben des Landrats in Kleve betreffend die Zurückstellung von der Deportation eines als fälschlich als Jude klassifizierten Mannes, 22.07.1942 (Doc ID 82164771).
• Abschlussberichte und Vermerke der Stapoleitstelle u.a. an das RSHA und den Regierungspräsidenten Düsseldorf, betreffend die erfolgten Deportationen nach Theresienstadt am 21.07.1942 und 25.07.1942 von 965 respektive 694 Jüdinnen und Juden (mit Angaben zu u.a. Suiziden und der Konfiskation von Vermögen), 18.08.-21.08.1942 (Doc ID 82164776-82164777).
• Aktenvermerk und Korrespondenz der Stapoleitstelle an das „Polizeigefängnis Theresienstadt“, betreffend den Fluchtversuch von Max Herzfeld in Düsseldorf-Derendorf und seine anschließende Deportation, 28.07.1942 (Doc ID 82164778).
• Korrespondenz zwischen der Gestapo-Außendienststelle Wuppertal und der Stapoleitstelle Düsseldorf, betreffend Hintergründe der Feststellung der sog. Volks- und Staatsfeindlichkeit der deportierten Jüdinnen und Juden, 03.08.-26.08.1942 (Doc ID 82164779-82164780); diesbezügliches Schreiben des Reichsministers des Innern, 28.08.1942 (Doc ID 82164790).
• Korrespondenz zwischen der Städtischen Sparkasse Essen, der Stapoleitstelle und dem Oberfinanzpräsidenten Düsseldorf, betreffend Konto des deportierten Julius Aron, 17.08.-26.08.1942 (Doc ID 82164781-82164782).
• Beschwerdeschreiben des Hausbesitzers August Stiewe aus Düsseldorf-Stockum an die Stapoleitstelle (mit Antwortschreiben), betreffend Mietausfall nach Deportationen von jüdischen Hausbesitzern, 25.08.-31.08.1942 (Doc ID 82164783-82164784).
• Aktenvermerke und Korrespondenz der Stapoleitstelle und der NSDAP-Gauleitung Düsseldorf, betreffend die Abgabe von u.a. konfiszierten Taschenuhren und Füllhaltern an Frontsoldaten der Wehrmacht, 24.08.-21.09.1942 (Doc ID 82164791-82164793).
Aufbewahrungsort der Orginale
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen






























