Kartei Gestapo Münster
Signatur
DE ITS 1.2.3.6
Anzahl Dokumente
523
Form und Inhalt
Enthält:
Kartei Gestapo Münster (in alphabetischer Reihenfolge).
Bei den Karteikarten der Gestapo handelt es sich um Vordrucke, von denen es verschiedene Ausführungen gibt (gekennzeichnet mit verschiedenen Nummern), die in der Ausführlichkeit an dokumentierten Daten zur Person variieren. Im Fall der Gestapo Münster enthält der Bestand hauptsächlich die Vordrucke „Gestapa“ Nr. 33 und Nr. 57.
Eine Karteikarte ist in der Regel doppelseitig bedruckt, in Einzelfällen finden sich zu einer Person mehrere Karten (abhängig von den gelisteten Strafsachen bzw. Überprüfungen). Enthalten sind zwei erkennungsdienstliche Fotografien.
In der Regel finden sich folgende Anmerkungen zur Person:
• Name (und eventuell Geburtsname)
• Vorname
• Geburtsdatum und -ort
• Beruf
• Wohnung
• Familienstand
• Politische Einstellung
• Staatsangehörigkeit
• Glaubensbekenntnis
• Deckname
• Schriftprobe
• Bildvermerk
• Strafen (mit Angaben zu Zeit, Ort, Sachverhalt, Entscheidung des Gerichts und Aktenzeichen der Staatsanwaltschaft) Hier finden sich auch Hinweise auf korrespondierende Akten anderer Personen
• Hinweis auf: Polizeiakten
• Hinweis auf: Personalakten
• Glaubensbekenntnis
• Hinweis auf: Fingerabdruck-Karte
Zusätzlich enthalten die Karten Stempel:
• Stempel: J; „IS“; II
Die Mehrheit der Karteikarten listet männliche Personen. Hauptsächlich finden sich die Staatsangehörigkeiten deutsch, polnisch, staatenlos.
Als Gründe für die Registrierung in der Gestapokartei finden sich u.a.:
• Vorbereitung zum Hochverrat
• Mitgliedschaft in der KPD
• Mitglied bei den Edelweißpiraten
• Spionageverdacht
• Arbeitsverweigerung / Arbeitsvertragsbruch
• Soldat der französischen Fremdenlegion
Als jüdisch verfolgte Personen sind auf den Karten extra markiert.
