"Schutzhaft-Kartei"
Signatur
1551001
Anzahl Dokumente
318
Form und Inhalt
Enthält:
"Schutzhaft-Kartei" der Gestapo Luxemburg (Einsatzkommando der Sicherheitspolizei und des SD-Luxemburg), alphabetisch sortiert (A-Z).
Es handelt sich in der Regel um den Vordruck Gestapo Nr. 50. Auf der Rückseite finden sich teils maschinen- bzw. handschriftliche Ergänzungen zu Haftstätten. In seltenen Fällen sind zwei Karten für eine Person enthalten.
In der Regel finden sich folgende Anmerkungen zur Person:
• Name (und eventuell Geburtsname)
• Vorname
• Geburtsdatum (mit Ortsangabe)
• Beruf (beschäftigt bei)
• Wohnung
• Familienstand
• Politische Einstellung
• Staatsangehörigkeit
• Glaubensbekenntnis
• Deckname
• Angaben zu sog. Schutzhaft (Wann und wo „in Schutzhaft genommen“ und auf Anordnung welcher Stelle; Grund der Verhaftung; Entlassungsdatum und –ort).
Bei den meisten der in dieser Kartei dokumentierten Personen wird die Mitgliedschaft in einer Widerstandsorganisation (u.a. L.V.L.; LFK; L.R.L, LPL) als „Grund der Schutzhaft“ angeführt. Darüber hinaus finden sich u.a. folgende Angaben: Kommunist (PKL); Vorbereitung zum Landesverrat; „Arbeitsscheu / Asozial“; „Spionage-Verdacht“, selten finden sich §175 oder „Prostitution“.
Bei der Einweisung in ein Konzentrationslager werden u.a. folgende KL genannt: Dachau, Auschwitz, Flossenbürg, Sachsenhausen, Mauthausen, Lublin-Majdanek.
Die Exekution von Luxemburger Widerstandskämpfer/-innen (u.a. in einem Wald nahe des SS-Sonderlager Hinzert am 25.02.1944) ist in der Kartei mit einem gemalten Symbol gekennzeichnet.
Abgebende Stelle
Minister des Innern Rheinland Pfalz, Mainz
