Konzentrationslager Sachsenburg
Signatur
DE ITS 1.1.37
Entstehungszeitraum
1933 - 1937
Anzahl Dokumente
14349
Form und Inhalt
Die Sammlung enthält u.a.:
Befehlssammlung der "SS Wachtruppe Sachsen" alias "SS Totenkopf Sturmbann", Korrespondenz mit vorgesetzten Dienststellen (Landeskriminalamt Dresden, Geheimes Staatspolizeiamt Sachsen), Verfügung des Lagerkommandanten betr. Richtlingen zur Durchführung der „Schutzhaft“, "Dienst-Tagebuch", Blocklisten, Meldung über die Bestrafung von Häftlingen, Verzeichnisse betr. überführte Häftlinge zum KZ Buchenwald, Alphabetisches Namenverzeichnis betr. neuen Häftlingen, Unterlagen betr. Beurteilung von Häftlingen, Arrest-Scheine, Transportliste, Meldungen (Telefongespräche), Anordnungen, Effektenbuch
Geschichte des Konzentrationslagers Sachsenburg 1933-1937:
Das Konzentrationslager Sachsenburg wurde bereits Anfang Mai 1933 auf dem Gelände einer ehemaligen Spinnerei in Sachsenburg errichtet. Die ersten 40 Häftlinge, die aus dem KZ Plaue nach Sachsenburg verschleppt wurden, sowie 50 bis 60 weitere Gefangene aus den Chemnitzer Gefangenenanstalten, wurden zunächst im Schloss Sachsenburg untergebracht, da in dem dafür vorgesehenen Fabrikgebäude keine entsprechenden Einrichtungen vorhanden waren. Ihre Bewachung bestand bis 1935 aus SA-Leuten. Anschließend erfolgte die Bewachung durch SS-Mannschaften. Den ersten Häftlingen des KZ Sachsenburg oblag die Aufgabe das Fabrikgebäude für 1.500 bis 2.000 KZ-Insassen herzurichten. Insgesamt waren in Sachsenhausen mehrere tausend Häftlinge untergebracht, die von 1933 bis 1937 unter unmenschlichen Bedingungen schwere, erniedrigende Arbeiten im nahegelegenen Steinbruch und beim Bau von Uferbefestigungen verrichten mussten. Ferner waren sie den Schikanen der Wachmannschaften wehrlos ausgeliefert, die sich mit dem Wechsel von SA zu SS rapide verschlechterten. Das KZ Sachsenburg bestand bis zum 9. Juli 1937. Die meisten Häftlinge wurden in die Konzentrationslager Sachsenhausen und Buchenwald verlegt.
Quelle: http://www.stiftung-bg.de/gums/de/ausstellungen/wechsel/sachsenburg/seiten/sachsenburg.html [Stand 09.08.2012].
Aufbewahrungsort der Orginale
teilweise Bundesarchiv Koblenz
